Donnerstag, 15. Januar 2009

Fahrt nach Magdeburg

Am Donnerstag sollte es endlich losgehen. Ruben war schon tagelang aufgeregt, da wir mit dem Zug nach Magdeburg fahren wollten und er (außer S-Bahn) ja noch nie wirklich Zug gefahren war. Nach dem Mittagessen habe ich ihn gleich aus dem Kindergarten geholt und er war aufgezogen wie nie. Leider wollte er seinen Simbakoffer nicht selber ziehen, so dass ich dann doch zwei Koffer zu transportieren hatte :-(. Gottseidank konnte man seinen auf den Rücken nehmen so dass nur noch der große Koffer zu ziehen war. Durch den vielen Schnee auf dem Fußweg war es nicht wirklich einfach, aber der Weg bis zum Bahnhof war ja nicht allzulang. Am bahnhof angekommen konnte Ruben kaum die 15 min abwarten bis zur Ankunft der S-Bahn und fragte sprichwörtlich 5 mal in der Minute wann der der Zug käme. *lach* Auf dem Bahnsteig amüsierten sich bereits alle über ihn. Als die S-Bahn endlich kam stürzte er gleich los, so dass ich kaum hinterherkam. Die ganze Fahrt bis zum Hauptbahnhof erzählte er immer wieder was draußen zu sehen war.

Im Hauptbahnhof mussten wir natürlich gleich noch an die Vitrine mit der Modelleisenbahn. Dort stellten wir erst einmal fest, dass neue Züge fuhren und Mama sponsorte auch 50 Cent um alle Züge mal fahren zu lassen. Zeit hatten wir ja noch genug bis zur Anfahrt des Regionalzuges nach Leipzig. Da ich kein Mittagessen hatte, kaufte ich bei Ditsch noch eine leckere Pizza für mich und kurz darauf noch eine für Ruben, weil er meinte, er hätte auch Hunger. Erstaunlicherweise futterte er die halbe Pizza auf, obwohl es ja zuvor im Kindergarten Mittagessen gegeben hatte. Und nach einem kurzen Stop im Zeitungsladen (eine Zeitung für die Fahrt musste sein) gingen wir zum Bahnsteig, wo der Regio auf uns bereits wartete. Zu Rubens Enttäuschung war es auch ein Doppelstockzug, aber ich versprach ih, dass der Zug in Leipzig ein anderer sein würde und so gab er sich damit zufrieden. Die Fahrt über spielte er mit den Figuren aus der Zeitung oder blätterte in seinen Büchern und quatschte mir ein Ohr ab. Zwischendurch las ich ihm noch die Geschichte von Tarzan vor, der er begeistert folgte.

In Leipzig angekommen musste Mama dringend auf Toilette und da ein PizzaHut in der Nähe war nutzten wir das dortige Örtchen. Ruben wollte nicht gehen und ich ließ ihm seinen Willen in der Hoffnung, dass die Hose trotzdem trocken bliebe. Beim rausgehen ergatterte er noch einen riesigen Luftballon und als wir rauskamen stand am Bahnsteig bereits unser Zug. Ein weißer IC und Ruben war aus dem Häuschen. Wir suchten unsere reservierten Plätze und stellten fest, dass wir ein ganzes Abteil für uns hatten, so dass sich der kleine Räuber während der ganzen Fahrt im Abteil ausbreiten konnte.

Viel zu schnell war die Fahrt um und wir fuhren in Magdeburg ein. Beim Aussteigen stellte ich zuerst den Koffer auf den Bahnsteig und hob dann den kleinen Mann aus dem Zug. Als ich nach dem Koffer griff, war dieser jedoch weg. Mir schlug das Herz gleich bis zum Hals, zumal im Koffer die Kamera drin war und ich schaute mich hektisch um, um kurz darauf einen grinsenden Tobias an der Treppe stehen zu sehen mit unserem Koffer in der Hand. Er hat sich köstlich über meine reaktion amüsiert, naja, hätte ich vermutlich auch getan. Dann gabs eine stürmische Begrüßung, weil Nele und Jana natürlich auch am Bahnhof waren und endlich musste ich mich nicht mehr um den schweren Koffer kümmern.

Zu fünft zwängten wir uns in Janas kleines Auto und waren nach wenigen Minuten Fahrt in der Wohnung angekommen, wo die beiden Kleinen gleich im Kinderzimmer verschwanden und nicht wieder gesehen waren. :-)). Es gab dann noch lecker Kaffeetrinken und am Abend die obligatorischen Nudeln mit Bolognese. Die Kinder spielten schön miteinander und die Großen schwatzten und schwatzten. Kurzes Theater gab es nur, weil Nele unbedingt Rubens Tapsi haben wollte, er den jedoch nicht rausrückte. Aber irgendwann war der Püschhund unwichtig geworden und die Kinder spielten bis fast 21 Uhr, bis es endlich ins Bett ging und Ruben totmüde gleich einschlief.

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