Sonntag, 20. Januar 2008

Terror im Verkehrsmuseum

Wir dachten, wir machen unserem Kind am Samstag eine Freude und gehen mal ins Verkehrsmuseum. Da Ruben ja von jeglicher Art Fahrzeuge angetan ist, vor allem von Eisenbahnen.

Noch vor dem Mittagsschlaf hatten wir es ihm erzählt und erstaunlicherweise klappte dieser dann auch wunderbar. Erst nach knapp 2,5 Stunden wurde unser Kind wieder wach und bestand darauf, dass wir sofort losfahren. *lach* Wir haben in der Stadt dann vorm Polizeipräsidium geparkt und mussten daher noch einen kurzen Fußweg zurücklegen, auf dem Ruben ein mitgebrachtes Quarkbällchen mit Hingabe verspeiste. Doch schon, als wir den Stallhof betraten, wollte Ruben plötzlich nicht mehr rein gehen. Noch vor der Tür zeterte und brüllte er, dass er nicht dalang (ins Museum) wollte, sondern lieber woanders lang. Nach einigen Minuten hatten wir ihn halbwgs beruhigt und zahlten unseren Eintritt an der Kasse. Doch schon wenige Meter hinter dieser fing ein terror an, wie ich ihn von Ruben überhaupt nicht kannte. Er zeterte, brüllte, strampelte, heulte und kreischte als wenn wir ihn ermorden wöllten. Immer wieder hörte man aus dem Gekreische raus: "Ich will raus - ich will raus." Vor den Straßenbahnen schien er Angst zu haben, also schnell zu den - doch etwas kleineren Autos. Dort ließ er sich kurz vom alten Trabi und vom Fernseher ablenken, doch schon, als wir wieder woanders lang wollten als er, fing das Theater wieder an. Also haben wir Ruben geschnappt und sind in die 1. Etage in den Spielraum. Das Fahrenlassen der Züge per Knopfdruck fand er toll. Immer und immer wieder ließ er die kleine TT-Bahn fahren und traute sich schließlich auch an die größere Bahn ran, die per Schalter sogar in der Geschwindigkeit zu steuern war. Doch nachdem sich dort ein anderes Kind "wagte" auch mal dran zu spielen, war Polen wieder offen. Da Ruben sich überhaupt nicht mehr beruhigen ließ, haben wir ihn kurzerhand geschnappt und standen nach nicht mal 15 Minuten wieder draußen vor dem Museum. Da war plötzlich für das Kind wieder alles in Ordnung, doch wir Eltern waren bedient. Und das hat er dann auch gemerkt. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis wir wieder halbwegs versöhnt waren.

Heute waren wir dann bei Oma und Opa zum Mittagessen eingeladen. Es gab superlecker Lende mit Bohnen und Kartoffeln und Ruben hat wie immer 2 Stücke Fleisch verdrückt. Bohnen hat er komplett verschmäht, nur die Kartoffeln noch ein wenig angeknabbert. Nach dem - zu kurzen - Mittagsschlaf haben wir ihn eine Weile beschäftigt, und lange und ausgiebig mit Omas Kreiseln gespielt. Ganze 5 Stück tanzen und kreiselten über (manchmal auch unter) dem großen Tisch und Ruben quietschte vor Freude. Leider trübten diverse große und kleine Böckchen unseres Kindes den sonst so schönen Nachmittag.

Momentan lebt Ruben seine Trotzphase ausgiebig aus. Hören kann er schon eine Weile nicht mehr und wenn etwas nicht so läuft wie er will, dann geht ein Geningele los, was furchtbar auf die Nerven geht. Aber da werden wir wohl jetzt durch müssen. Grenzen werden wir ihm ganz sicher aufzeigen und hoffen, dass es bald wieder besser wird.

Das belohnungssystem fürs Im-Bett-bleiben hat bisher leider nicht angeschlagen. Die Nacht von Freitag auf Samstag gab es nachts um vier wieder Terror vom Feinsten. Und heute morgen kam er um sechs. Werden wir sehen wie die nächsten Tage, bzw. Nächte werden.

Freitag, 18. Januar 2008

Belohnungsoffensive fürs Alleinschlafen

Nachdem Ruben die letzten Nächte immer wieder (manchmal mehrfach die Nacht) bei uns im Schlafzimmer auftauchte und bei uns schlafen wollte, haben wir uns unsere Gedanken gemacht. Dazu kam ja meist noch, dass er sich nur schwer, wenn nicht gar garnicht (welch Wortwahl *lach) davon überzeugen ließ wieder in sein Bett zu schlüpfen. Ganz im Gegenteil. Ruben drehte jede Nacht voll auf, warf sich wutbrüllend auf den Boden und kreischte, als ob wir ihn abstechen wöllten. Und das nachts um zwei oder drei Uhr *grummel*

Also gibts seit gestern bei uns Belohnungssticker. Nach jeder Nacht, die Ruben in seinem Bettchen bleibt, bekommt er in eine Tabell an seiner Zimmertür, einen Sticker geklebt. Mal sind es Marienkäfer, mal Autos etc. Wenn er zehn Sticker drin hat, darf er sich ein klitzekleines Schenki aussuchen (ein Auto, was Süßes, ein kleines Büchlein etc.). Es kann natürlich durchaus passieren, dass ein Sticker auch mal wieder abgemacht wird, wenn der Herr sich zu sehr daneben benimmt, aber ich denke mal, dass es soweit nicht kommen wird. Die erste Nacht hat es ja schonal super geklappt.

Samstag, 12. Januar 2008

"Haushaltstag" und nächtliches Wutgebrüll

Gestern hatte Ruben "Haushaltstag", da einige Erzieherinnen aus dem Kindergarten zur Weiterbildung waren. Eigentlich wollte Ruben ja den Tag mit Oma verbringen, doch die war leider krank, aber mit Mama war's natürlich nicht weniger schön.

Vormittags trafen wir uns mit Anja und Tessa zum Frühstück bei IKEA. Da gabs lecker schwedische Waffeln und viel viel Platz zum toben und spielen. Leider war für Ruben die Zeit zu kurz, also gab es mächtig Theater, als wir wieder aufbrachen. Wir haben noch schnell bei H&M drei Hosen gekauft und wollten danach noch im ToysRus bummeln, doch hier machte uns Rubens Blase einen Strich durch die Rechnung. Er musste dringend pullern. Leider ist dieser Spielzeugladen nicht kinderfreundlich, es gibt keine Toilette. Folglich ging ein kleiner Teil dann doch in die Hose bevor wir einen Baum erreichten. Also nix mehr mit bummeln, sondern schnell heim, damit Kindi nicht verschnupfter wird als er sowieso schon ist. An Mittagsschlaf war natürlich mal wieder nicht wirklich zu denken. Aller halbe Stunde stand Ruben im Wohnzimmer und hatte eine neue "Ausrede" weswegen er nicht schlief. Halb zwei habe ich dann, ziemlich entnervt - weil müde, aufgegeben.

Der Nachmittag wurde trotzdem erstaunlich entspannt. Man kann sich die Freude kaum vorstellen als er erfuhr, dass wir Emmi besuchen. Kaum fuhr Emmi vor war bei beiden Kindern kein halten mehr. Quietschend, grinsend und lauthals lachend hüpften sie umeinander rum. Kaum in der Wohnung angekommen, nahmen die beiden als allererstes Emmi's neuen Kaufmannladen sprichwörtlich auseinander und verteilten sämtliche Bausteine quer durch ihr Zimmer. Nach einigen Ermahnungen ging dann das Aufräumen zwischendurch auch recht schnell. (Neues Druckmittel: der Osterhase ;-) ) Nur zum Abendessen hin gab es wieder das übliche Theater. Irgendwie mag Ruben abends nix essen, nur eine saure Gurke und 2-3 Hapsen vom brot, daheim isst er gar nix. Naja, solange er ned abnimmt seh ich keine Probleme. Richtig aufdrehen tat er, als es ans heimgehen ging. "Nein, Mama ich will nicht mit. Geh alleine, ich schlafe bei Emmi." Ich traute meinen Ohren kaum. Selbst als wir Eltern uns zusammentaten war Ruben nicht zu überzeugen. Ich war schon zur Wohnung raus und trotzdem war Ruben einhellig der Meinung: "Ich bleibe hier". Da das ja nun in dem Alter doch bissi früh ist, hab ich ihn dann gezwungenermaßen angehost und ihn zum Auto befördert. Dort beruhigte er sich relativ schnell wieder und daheim angekommen war das Ins-Bett-gehen kein Problem.

Leider hatte ich mich zu früh gefreut. Pünktlich halb eins stand unser Minimonster auf der Matte und wollte mal wieder zu Mama und Papa ins Bett kriechen. Da er mir aber am abend versprochen hatte in seinem Bettchen zu bleiben, habe ich auch darauf bestanden, dass er genau das tut. Außerdem wollte die Mama mal wieder mehr als nur 30 cm Platz im Bett haben. :-( Ruben stand mitten in seinem Zimmer, stampfte mit den Füßen auf und kreischte vor Wut, weil es nicht nach seinem Willen ging. So hab ich ihn bisher selten erlebt. Ganze 30 Minuten hat er das durchgehalten, bis wir seine Autos zusammen gepackt haben und drohten, alles Spielzeug verschwinden zu lassen, dann war plötzlich Ruhe. Er lag schluchzend im Bett und schlief ein, noch während ich ihn beruhigte. Ich hoffe, es bleibt das Einzige mal, dass er so ausfällig wird.

Donnerstag, 3. Januar 2008

Silvesterfeier unter Großen und Neujahr

Nun war ja der Silvestertag gekommen, den wir bei meiner Kollegin verbringen wollte. Da ich von 18 - 20 Uhr doch nochmal arbeiten musste lieferte ich meine Männer schon 17 Uhr bei den beiden ab. Es herrschte bereits geschäftiges Treiben und als allererstes fiel Ruben Carsten in die Arme *kopfkratz* Dabei hatte er ihn doch vorher kaum gesehen. Vermutlich war er durch die Fahrstuhlfahrt noch verwirrt. *grins* Fahrstühle und Rollstreppen sind Rubens Albtraum - keiner weiß warum.

Als ich gegen kurz vor neun wieder eintraf sprang Ruben immernoch kichernd, wenn auch schon im Schlafzeug, durch die Wohnung. Carsten spielte mit ihm "Flieger" was unserem Kind Riesenspaß machte. Zwischendurch naschte Ruben mal wieder vom Tisch und knuddelte mit Mama. Besonders faszinierten ihn, die immer wieder aufsteigenden, Raketen vorm Fenster. Man konnte ihn dann kaum ansprechen. Gegen viertel zehn sollte aber "Ende Allende" sein und wir brachten Ruben im nachbarzimmer ins Bett. Mein Gott - welch ein Geschrei. Erst als ich versprach das Licht (einen wunderschönen Schwibbogen) anzulassen, gab er Ruhe und war innerhalb weniger Minuten eingeschlafen. (Mittagsschlaf hatt er übrigens wieder verweigert - das 6. mal seit Weihnachten) Er schließ so fest, dass er von der Knallerei um Mitternacht nix mitbekam
.

Nichts destotrotz ertönte morgens um sieben fröhlich aus dem Nachbarzimmer: "Mama, Papa, ich hab ausgeschlafen!" *grummel - schön, ja, aber wir nicht. Er hat sich dann zu uns ins Wohnzimmer gesetzt und uns wirklich noch bis zehn Uhr schlafen lassen. Dann war der Hunger aber zu groß. Schnell Frühstück gemacht mit Carsten (Sandra war bereits arbeiten) und ab gings heimwärts. Noch im Auto wäre Ruben beinahe eingeschlafen. Also gings daheim gleich ins Bett - WOW alles ohne Protest und dann hat er erstmal von halb eins bis vier geschlafen. Leider konnte Mama das nicht geniessen, da ich arbeiten war.

Nun freuen wir uns auf das Jahr 2008 auf die Freude und die schönen Momente mit unserem Räuber.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Tag der Freunde (30.12.07)

Für den letzten Sonntag hatten wir uns ein straffes aber schönes Programm vorgenommen. Anja, Thomas, Eric und Tessa hatten sich zum Frühstück angekündigt. Erwartungsgemäß schlief Ruben natürlich an diesem Tag länger als üblich (er war gegen vier Uhr zu uns ins Bett gekrabbelt) und wurde kurz vor viertel neun munter, weil Steffen aufstand. Dann war jedoch kein Halten mehr für ihn. Fröhlich kreischend und tobend rannte er durch die Wohnung in freudiger Erwartung unseres Besuches. Dieser traf dann auch kurz nach neun ein und nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten (Eric wollte nicht reinkommen) verschwanden die beiden Jungs sofort in Rubens Zimmer. Selbst als wir zum Frühstück riefen, waren sie nur unter Mühen und Protest dazu zu bewegen ihre Luxuskörper an den nagelneuen Küchentisch zu schwingen. Eric ass dann doch recht gut, was man von Ruben überhaupt nicht sagen konnte. Frühstück ist halt nicht seine Mahlzeit (muss er von der Mama haben), also haben wir die beiden zeitig wieder zum Spielen geschickt.

So konnten die Eltern ganz in Ruhe, nur durch Tessas Hungergeschrei unterbrochen, schnacken und ihr Frühstück geniessen. Der Bequemlichkeit halber sind wir dann relativ schnell ins Wohnzimmer gewechselt. Nur von den beiden Jungs war nur ab und an Gekreische zu hören, wenn der Eine gerade mal wieder genau das Spielzeug hatte, was auch der Andere wollte, aber die Papas haben die Streitereien recht schnell geschlichtet. Ansonsten spielen die beiden wirklich super miteinander. Nach dem gemeinsamen Mittagessen furen die vier wieder heim und Ruben sollte eigentlich ins Bett verschwinden. Was er aber nicht wirklich einsah. Erst 14 Uhr war endlich Ruhe. Leider mussten wir ihn 15 Uhr dann wecken, da wir uns bei Claudia, Andreas und Antonia zum Kaffee angemeldet hatten. Uiii, das war ihm ja gar nicht recht, aber nach 10 Minuten war er soweit fit, dass es losgehen konnte.

Bei den dreien angekommen stürzte er sich auf Antonias neue Eisenbahn (Papa konnte seine Finger auch nicht von lassen) und war ganz im Spiel vertieft.



Wir haben dann schön Kaffee getrunken (wieder mehr ohne Kinder als mit) und haben geschwatzt, sikutiert und gelacht. Einr ichtig schöner Nachmittag. Später gab es Abendessen mit lecker Kürbissuppe und für die Kids noch den Sandmann. Ruben wollte zwar dann nicht so recht gehen, aber gegen uns beide hatte er keine rechte Chance. Wir wollen ja mal wieder kommen.



Achja, Ruben ist seit 24.12. nun wirklich Nunniefrei. Er fragt zwar ab und an, aber mehr aus Neugier, als aus Willen. *jubel*

Weihnachtsfeiertage

Nachdem wir ja einen so wundervollen Heiligabend hatten wurden die zwei Weihnachtsfeiertage nicht weniger schön und stressig zugleich.

Am 1. Feiertag fuhr Ruben mit Papa zusammen bereits morgens nach Nossen zur Charlie-Oma. Auch hier war der Weihnachtsmann sehr fleißig gewesen, nur etwas zerstreut, er hätte doch eigentlich die Sachen gleich nach Hause bringen können. Gottseidank waren Oma und Opa so nett und haben die Geschenke weitergegeben *zwinker* Leider war dies der erste "Ich-verweiger-meinen-Mittagsschlaf-Tag" auf den noch weitere Tage folgten. Demzufolge war Ruben am nachmittag nicht mehr ganz so gut drauf. Phasenweise war er unausstehlich, rannte immer wieder hoch zu Onkel Axel, dann wollte er mit Cousine Vanessa spielen, plötzlich wieder etwas ganz anderes. *uff* Nach dem Kaffeetrinken beschlossen wir relativ zeitig zu fahren, da ja der letzte Abend schon so lang war. Leider mussten wir noch ewig auf unsere Mitfahrerin warten, so dass Ruben entsprechend erst gegen acht im Bett war. Natürlich nicht ohne Theater, aber zumindest war er im Bett.

Am 2. Feiertag ging es nach dem Frühstück wieder zur Oma. Tante Jana hatte sich angekündigt zusammen mit Tobias, Nele und Philipp. Und wieder gab es Geschenke, die der Weihnachtsmann fälschlicherweise falsch abgegeben hatte. Die Kinder waren damit beschäftigt Geschenkpapier zu zerreissen und hingebungsvoll zu spielen. Zum Mittagessen gab es dann Roastbeef - megalecker und Ruben hat 2 Scheiben Fleisch und 2 Kartoffeln gefuttert, dazu gabs für ihn Mais. Er wollte gar nicht aufhören zu essen - nur als es ins Bett gehen sollte ging kein Weg rein. Nach nur 30 Minuten stand er wieder auf der Matte und ließ sich nicht überreden noch ein wenig zu schlafen. Trotz allem spielte er trotzdem lieb und artig, erst allein, später mit Nele zusammen. Sein neues Angelspiel fand jedoch nicht nur bei den beiden Kleinen Anklang...



Die saßen lieber zusammen mit Philipp auf der Couch und haben sich die Maulwurd-DVD reingezogen. *lach* Ruben war mittlerweile schon ganz schön müde und drohte jederzeit einzuschlafen. Aber er hat tapfer durchgehalten.



Familie Wittwer fuhr gegen 16 Uhr heim nach Magdeburg und wir schafften es, dass unser Kind halb acht im bett lag. Völlig fertig und schon die dritte erfolgreiche Nacht ohne Nunnie.