Nach der gestrigen Anfahrt, machten wir uns am ersten tag auf, um unsere Heimatstadt "auf Zeit" genauer zu erkunden. Das Wetter war halbwegs passend und es regnete nicht, also stifelten wir los. Zuerst machten wir uns auf dem Weg zum Hafen um Ruben die vielen Schiffe und die wenigen Enten zu zeigen. Er war dort kaum wegzubringen und erst als wir versprachen bald wieder herzukommen ließ er sich überreden weiter zu gehen. Gegen Mittag bestiegen wir den hiesigen Burgturm. Was sich für Mama als etwas schwierig erachtete, da die Treppe sehr schmal und steil war. Aber auch der Papa hatte seine Probleme, da er ständig auf seinen Kopf aufpassen musste. Nur Ruben kraxelte fleißig auf allen vieren den Turm bis zur höchsten Spitze hinauf. Leider war er dabei so flink, dass wir kaum Zeit hatten die wenigen Museumsstücke anzuschauen und die Erklärungen durchzulesen. Der Rückweg war ein klein wenig komplizierter, aber wir haben es geschafft. Nur in den 11 Meter tiefen kerker mochte die Mama so überhaupt nicht reinsehen. *grins* Während Ruben schon fast auf dem Abdeckgitter lag und reinstarrte *Angst*. Danach gings auf den Spielplatz und noch eine Kleinigkeit essen.
Am Montag wurden wir von dicken Regenwolken und noch dickeren Regentropfen geweckt und beschlossen daher spontan in die MüritzTherme nach Röbel zu fahren - zum baden. Trotz des sehr schlechten und kalten Wetters (12°C) war das Bad nicht gar so voll. Nach einem großen Theater, weil er vor dem baden duschen sollte, planschte Ruben dann aber begeistert im Planschbecken für die kleinen und ließ Mama und Papa kaum aus den Augen. Nachdem er dem Papa einmal begeistert entgegenlaufen wollte und er voll auf dem Hinterkopf landete *aua* war erstmal schluß mit lustig. Erst mit viel Mühen beruhigte er sich wieder und wir hatten einen schönen vormittag. Nachmittags gingen wir noch in den Schmetterlingspark nach Alt-Schwerin und ins dortige Agrarmuseum. Der kleine Räuber war kaum von den Mähdreschern und Düngeflugzeugen wegzubekommen. Und auch eine Windmühle haben wir bestiegen.
Am nächsten Tag ging es auf zum Bärenwald nach Stuer. Dort werden Zirkus- und Tanzbären aufgepäppelt und wieder ihrem natürlichen Lebensraum (natürlich eingezäunt) überlassen. Es war sehr interessant die großen zottigen Tiere zu beobachten, da diese nicht nur faul rumlagen, sondern arttypisches Verhalten zeigten - anders als in einigen Zoos. Und auch diesmal lief unser racker so schnell, dass wir den Anblick kaum geniessen konnten.
Mittwoch haben wir dann Rostock einen Besuch abgestattet, speziell dem Rostocker Zoo, dem ich hiermit jedem wärmstens empfehlen kann. Wir sind zu dritt gemütlich durch den Wald spaziert und haben uns so viele Tiere angeschaut. Ruben kam aus der Begeisterung gar nicht mehr raus als es vorbei ging an Seebären und Seehunden, Eisbären, Löwen, Bienen, Pinguinen und vielen vielen anderen Tieren. Die installierten Wasserspiele für die Kids hatten es Ruben und dem Papa besonders angetan. Gottseidank war das Wetter werm genug, damit Ruben nach Belieben planschen konnte. Gemeinsam mit dem Papa setzten wir dann noch ein Dorf unter Wasser.
Donnerstag und Freitag war das Wetter dann endlich so schön, dass wir uns in den, erstaunlich warmen, Plauer See stürzen konnten. Der Strand war nur wenige Gehminuten vom Quartier entfernt und Ruben lief trotz sengender Hitze bereitwillig. Wir waren noch nicht ganz angekommen, da wollte er schon ins Wasser. Also schnell die Klamotten ausgezogen und rein ins kühle Nass. Nachdem wir noch die Strandmuschel aufgebaut hatten, folgten wir unserem Kind. Das wasser war supersauber. Selbst wenn man bis zum bauch im Wasser stand konnte man noch den Boden sehen und die Fische kamen so nah ran, dass man sie fast mit den Händen fangen konnte. Von früh bis spät war Ruben nicht aus dem wasser rauszubekommen (ein echter Fisch eben). Highlight war jedoch das Landen und spätere Starten eines kleinen Wasserflugzeuges direkt vor unserer Nase. Ist schon ein einmaliger Anblick.
Irgendwann ist jeder Urlaub mal zu Ende, daher ging es am Samstag dann heim. Mit einem Abstecher über Neubrandenburg, wo wir Papas Tante und Onkel besuchten. Die beiden hatten Ruben noch nie gesehen und schlossen ihn gleich in ihr Herz ein. Nachdem er mit Geschenken überhäuft wurde, ging er auch locker auf die beiden zu und es würde ein wundervoller Nachmittag (mein Kind ist doch schon käuflich *gg*).
Noch eines zum Abschluß. Bei Ruben scheint hier im Urlaub der Groschen gefallen zu sein. Seither hat er nur einmal noch eingepullert und meldet sich auch jetzt selbstständig. Sogar nachts hatte es dort geklappt. Immer gegen zehn/halb elf war er wach zum pullern und morgens dann alles trocken. Leider wird er daheim nicht mehr wach und ehrlich gesagt mag ich ihn nicht wecken *schäm* Aber ich denke, das wird auch noch.
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1 Kommentar:
oh, hast du es auch geschafft? Toll! Aber ihr hattet schon einen erlebnisreichen Urlaub!
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