Mittwoch, 10. September 2008

Zootag

Nachdem ich nun schon wieder eine Weile nichts mehr gepinselt habe, möchte ich das nachholen. Ruben ist seit Dienstag krank geschrieben. Verdacht auf Windpocken, aber es sind keine. Nur ein merkwürdiger Ausschlag, der bissi aussieht, als ob er grad in die Pupertät gekommen ist (naja, so benhemen tut er sich zumindest oft genug). Da es ihm supergut geht und das Wetter entsprechend war, haben wir es heute endlich mal wieder geschafft dem Dresdner Zoo einen Besuch abzustatten.

Gleich am Eingang wurden Fotos gemacht für die Jahreskarten und erstaunlicherweise ließ unser Kind das super über sich ergehen, obwohl er sonst nicht allzugern fotografiert wird. Und schon konnten wir mit dem altbekannten Rundgang beginnen. Erst zu den Elefanten, die gerade geduscht wurden, was Ruben sehr witzig fand, weiter zur alten Löwin, die immernoch einsam in ihrem alten Gehege rumliegt, und dann zu den beiden neuen Löwen, die sich gerade auf dem großen Felsen sonnten. Eigentlich wollten wir uns gern die Fütterung ansehen, die gleich anstand, aber unser Monster war, wie immer, nicht zu bremsen und wollte gleich weiter zum Krokodil, vorbei an den Erdmännchen und zum Höhepunkt des Tages, dem nagelneuen Giraffenhaus. Ruben fand es richtig schick, dass man den Giraffen quasi auf dem Kopf rumtanzen konnte und die beiden Schönheiten präsentierten sich auch in aller Pracht.

Am Spielplatz wollten wir uns einen kurzen Mittagsimbiss gönnen, aber das essen war leider furchtbar. Meine Nudeln haben nach nichts geschmeckt, dafür war der Käse zu salzig. Steffens Currywurst bestand aus ner einfachen Bratwurst mit Ketchup en masse und Currypulver drübergestreut und Ruben mochte seine, sonst so geliebten, Pommes auch nicht wirklich essen. Also stürzten wir uns schnell wieder ins Getümmel, besuchten die Affen (speziell die Orang-Utans, die wir endlich seit langer zeit wieder im Aussengehege bewundern konnten), die Esel, den Schneeleoparden und natürlich und schlussendlich die Pinguine. Dort war Ruben kaum wegzubekommen und seine Begeisterung kannte keine Grenzen. Leider war die gute Laune von ihm am Streichelzoo wie weggeblasen, da die dort stationierten schafe, ihn mit lautem Blöcken begrüßten, was unser Kind so gar nicht mochte. Auf Bildern findet er Schafe toll, aber wehe die leben und sind näher als 10 Meter an ihm dran. Ob wir diese Angst je aus ihm rausbekommen?

Zum Abschied vom Zoo gab es dieses mal einen Blauwal (nicht in Originalgröße) den er jetzt zu tausenden von Kuscheltieren auch jede Nacht mit ins Bett nehmen muss. *lach*

Am Nachmittag fielen wir noch in die Altmarktgalerie ein um ein Eis zu schlabbern und bissi bummeln zu gehen. Der Wal hatte dann gleich seine Wassertaufe im dortigen Springbrunnen. Im Karstadt wollten wir eigentlich mal nach Babysachen schauen (ich weiß, etwas früh), aber erst hielt uns ein ausgewachsener Bock unseres Kindes davon ab und dann die Preise. Ein Strampler für 32 €? Das ist mir dann doch zu heftig, auch wenn er wirklich süß war.

Abends gab es dann daheim wieder Theater, weil unser Kind pullern gehen sollte. Ergebnis waren 30 min bocken, brüllen und kreischen und schlussendlich saß er doch auf dem Klo.

So richtig wissen wir nicht mit den (meist schlechten) Launen unseres Kindes umzugehen. Egal ob man mal NEIn sagt, wenn er was bestimmtes möchte, ihn pullern oder Hände waschen schickt, oder einfach nur aus heiterem Himmel. Plötzlich dreht er den Tränenhahn auf, fängt an zu heulen, steigert sich in brüllen und schreit uns an: Lass mich in Ruhe! oder Geh weg! Ran kommt man dann an ihn nicht. Schimpfen hilft nicht, trösten hilft nicht, Ruhig bleiben und ignorieren hilft nicht, bestrafen hilft nicht, belohnen (falls er lieb ist) hilft auch nicht. Hat da jemand einen Tip? Wir sind inzwischen für alles offen.


Keine Kommentare: