Endlich haben Mama und Papa ein freies Wochenende und wir haben uns so viel vorgenommen. Nachdem Ruben bereits seit Wochen immer wieder bettelt, dass er gern mal mit Mama und Papa Dampflok fahren möchte, wollten wir ihm diesen Wunsch heute endlich mal erfüllen.
Gegen acht wurden wir von Ruben geweckt mit den Worten, dass wir doch endlich aufstehen sollen und frühstücken möchten. Heute fahren wir mit der Dampflok. "Ich bin so aufgeregt". Bis wir dann endlich alle gemeinsam am Frühstückstisch saßen, war es bereits dreiviertel neun, aber da die Kleinbahn ja erst halb elf fährt, war das nicht wirklich ein Problem. Kurz vor zehn stiegen wir in die Straßenbahn und waren dadurch viel zu früh am Weißen Roß, aber Ruben wäre daheim nicht mehr wirklich zu halten gewesen. Nach endlosen 25 Minuten stampfte die große schwarze Lok dann endlich in den Bahnhof und Ruben war glücklich. Leider war die Bahn recht voll, so dass Ruben nur auf Mamas Schoß Platz nehmen konnte, aber das tat seiner guten Stimmung keinen Abbruch.
Nach sehr kurzen 20 Minuten Fahrzeit vorbei an Cowboylagern (Dieses WE ist Karl-May-Fest), viel Wald und sehr hübschen Häusern kamen wir im beschaulichen Moritzburg an. Ruben war begeistert von den dort stehenden Kutschen und da die Fahrt zum Schloß nur 10 € kosten sollte, haben wir ihm auch diesen Spaß gegönnt. Am Schloß haben wir dann in einem kleinen Lokal (natürlich im Biergarten - bei dem schönen Wetter) zu Mittag gegessen. Ruben seine obligatorischen Fischstäbchen und Mama und Papa beide Hirschragout. Die Klöße und das Rotkraut waren lecker, aber das Fleisch war sehr fettig und wir waren uns hinterher nicht wirklich sicher, ob es wirklich Hirsch gewesen ist. *grins*
Nach dem Essen gings zu Fuß langsam zurück zum Bahnhof (der Nachmittag war ja schon voll verplant), vorbei an einem Bäcker, wo es noch ein leckeres Softeis gab. Allerdings bestand Ruben auf Mamas größere Portion und beschmierte seine ganze Jacke damit *lach*. Am Bahnhof gab es dann nochmal ein Bierchen für den Papa (er war ja am Vatertag bissi zu kurz gekommen) und Erdbeeren für Ruben. Nach dem Einfahren der Kleinbahn gab es noch ein kleines Schauspiel, da die Lok abgekoppelt und umgehängt wurde. Ruben hielt zwar respektablen Abstand, aber schaute doch sehr interessiert zu. Diesmal war die Bahn auch bei weitem nicht so voll und wir konnten es so richtig geniessen.
Daheim angekommen haben wir uns garnicht lange aufgehalten, sondern sind bald wieder ins Auto gestiegen und wollten zur Oma fragen. So langsam machte sich die Müdugkeit unseres Räubers bemerkbar und kurz vorm Elbepark war er dann tief und fest eingeschlafen. So fest, dass wir bei Oma Probleme hatten ihn wach zu bekommen und es dauerte ca. 30 Minuten bis er wieder wirklich er selbst war. Den Kuchen von Oma nahm er erstmal gar nicht wirklich zur Kenntniss und futterte nur die Erdbeeren von den Stücken - und wies dabei die Oma immer daraufhin, dass sie doch noch ein Stück essen solle, er möchte gern ihre Erdbeeren haben. Und was soll ich sagen... Ruben hatte seine Oma gut im Griff und bekam alle Erdbeeren. Die Oma begnügte sich mit dem Rest. *grins*
Nachdem der, nun doch eingetretene Regen, endlich aufhörte gings zu Fuß und per Laufrad zu Opa auf Arbeit und dann weiter zum Eisessen ins Eiscafe Jähnig. Das Eis schmeckte gut, Ruben war recht schnell satt und leider gerieten wir auf dem Heimweg dann erneut in einen Regenschauer und wurden nass. Aber da wir nicht aus Zucker sind, war es nicht ganz so schlimm.
Um acht lag Ruben dann, auf seinem neuen Kissen und unter dem neuen Deckbett (endlich ein großes) in seinem Bettchen und seitdem schläft er. Es war ein langer Tag und der morgige wird sicher nicht viel kürzer.
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