Wir dachten, wir machen unserem Kind am Samstag eine Freude und gehen mal ins Verkehrsmuseum. Da Ruben ja von jeglicher Art Fahrzeuge angetan ist, vor allem von Eisenbahnen.
Noch vor dem Mittagsschlaf hatten wir es ihm erzählt und erstaunlicherweise klappte dieser dann auch wunderbar. Erst nach knapp 2,5 Stunden wurde unser Kind wieder wach und bestand darauf, dass wir sofort losfahren. *lach* Wir haben in der Stadt dann vorm Polizeipräsidium geparkt und mussten daher noch einen kurzen Fußweg zurücklegen, auf dem Ruben ein mitgebrachtes Quarkbällchen mit Hingabe verspeiste. Doch schon, als wir den Stallhof betraten, wollte Ruben plötzlich nicht mehr rein gehen. Noch vor der Tür zeterte und brüllte er, dass er nicht dalang (ins Museum) wollte, sondern lieber woanders lang. Nach einigen Minuten hatten wir ihn halbwgs beruhigt und zahlten unseren Eintritt an der Kasse. Doch schon wenige Meter hinter dieser fing ein terror an, wie ich ihn von Ruben überhaupt nicht kannte. Er zeterte, brüllte, strampelte, heulte und kreischte als wenn wir ihn ermorden wöllten. Immer wieder hörte man aus dem Gekreische raus: "Ich will raus - ich will raus." Vor den Straßenbahnen schien er Angst zu haben, also schnell zu den - doch etwas kleineren Autos. Dort ließ er sich kurz vom alten Trabi und vom Fernseher ablenken, doch schon, als wir wieder woanders lang wollten als er, fing das Theater wieder an. Also haben wir Ruben geschnappt und sind in die 1. Etage in den Spielraum. Das Fahrenlassen der Züge per Knopfdruck fand er toll. Immer und immer wieder ließ er die kleine TT-Bahn fahren und traute sich schließlich auch an die größere Bahn ran, die per Schalter sogar in der Geschwindigkeit zu steuern war. Doch nachdem sich dort ein anderes Kind "wagte" auch mal dran zu spielen, war Polen wieder offen. Da Ruben sich überhaupt nicht mehr beruhigen ließ, haben wir ihn kurzerhand geschnappt und standen nach nicht mal 15 Minuten wieder draußen vor dem Museum. Da war plötzlich für das Kind wieder alles in Ordnung, doch wir Eltern waren bedient. Und das hat er dann auch gemerkt. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis wir wieder halbwegs versöhnt waren.
Heute waren wir dann bei Oma und Opa zum Mittagessen eingeladen. Es gab superlecker Lende mit Bohnen und Kartoffeln und Ruben hat wie immer 2 Stücke Fleisch verdrückt. Bohnen hat er komplett verschmäht, nur die Kartoffeln noch ein wenig angeknabbert. Nach dem - zu kurzen - Mittagsschlaf haben wir ihn eine Weile beschäftigt, und lange und ausgiebig mit Omas Kreiseln gespielt. Ganze 5 Stück tanzen und kreiselten über (manchmal auch unter) dem großen Tisch und Ruben quietschte vor Freude. Leider trübten diverse große und kleine Böckchen unseres Kindes den sonst so schönen Nachmittag.
Momentan lebt Ruben seine Trotzphase ausgiebig aus. Hören kann er schon eine Weile nicht mehr und wenn etwas nicht so läuft wie er will, dann geht ein Geningele los, was furchtbar auf die Nerven geht. Aber da werden wir wohl jetzt durch müssen. Grenzen werden wir ihm ganz sicher aufzeigen und hoffen, dass es bald wieder besser wird.
Das belohnungssystem fürs Im-Bett-bleiben hat bisher leider nicht angeschlagen. Die Nacht von Freitag auf Samstag gab es nachts um vier wieder Terror vom Feinsten. Und heute morgen kam er um sechs. Werden wir sehen wie die nächsten Tage, bzw. Nächte werden.
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2 Kommentare:
Nice posting!
Ich will ja nicht böse sein... aber mich beruhigt das ungemein. Es sagt mir, daß es doch nicht an der Erziehung liegt, wenn Tonia völlig außer sich gerät... Toi, toi, toi, daß es sich bei euch nicht so lange hinzieht, wie bei uns (man wünscht ja nichts schlechtes...)
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